Stahl trägt Jung und Alt

Atlas Ward liefert spezielle Stahlkonstruktionen für Ausbau des „Generationenkulthauses“ in Essen

Aufbau des neuen 6. Stockwerks

Sie ist ein Highlight des ohnehin besonderen Gebäudes: die Dachterrasse samt dreiseitig verglaster Lounge des Generationenkulthauses (GeKu-Haus) in der Fußgängerzone der Essener Innenstadt. Von der neu geschaffenen sechsten Etage, offener Treffpunkt für die unterschiedlichen Nutzer des Mehrgenerationenhauses, erschließt sich ein fesselnder Blick über das Panorama der Ruhrstadt. Der gesamte Aufbau des neuen Stockwerks sitzt auf einer ausgetüftelten Stahlkonstruktion, die auf das Flachdach des ehemals 5-stöckigen Büro- und Geschäftsgebäudes gesetzt wurde.

Statisch ergaben sich bei der Realisierung zwei Herausforderungen: Zum einen musste eine dem limitierten Tragwerk des 60er-Jahre-Baus angepasste, leichte Konstruktion entworfen werden. Zum anderen ließ sich die gesamte Stahlkonstruktion lediglich auf acht tragenden Betonstützen auflagern. Die ausführende Firma Atlas Ward, einer der weltweit führenden Stahlhallenhersteller, wählte als Lösung für die Bodenkonstruktion eine Stahltrapezfläche mit Estrichaufbau. Damit wurde das Gewicht deutlich reduziert. Bei der Ausführung der Lounge setzte Atlas Ward eine materialoptimierte Stahlträgerkonstruktion ein. Da die gesamte Rückseite des Hauses gekrümmt ist, war die vorzufertigende Konstruktion flexibel auf die Baustruktur auszurichten. Auch die Anschlüsse der Träger an das Bestandsgebäude mussten exakt passen.

Ähnlich komplexe Anforderungen stellte eine zweite Stahlkonstruktion als Auflagefläche für eine weitere neue Terrasse mit Öffnung zur fünften Etage. Damit wurde die auskragende, vorher nicht begehbare Stahlbetondecke des Staffelgeschosses auf der vierten Etage überbaut und verstärkt. Die ebenfalls „schwebende“ Konstruktion ruht auf den Gebäudestützen sowie teilweise auf der Außenwand und belastet die eigentliche Dachfläche nicht.

Diese fünfte Etage dient als sogenannte Co-Working-Ebene: In einer künstlichen Gartenlandschaft können sich Berufstätige rund 20 Arbeitsplätze teilen – ein gewichtiger Mosaikstein im visionären Nutzungskonzept des GeKu-Hauses. „Wir wollen ein Haus schaffen für Jung und Alt, zum Wohnen und Arbeiten, zur Eigen- und Gemeinnutzung“, skizziert der Projektinitiator und Eigentümer Reinhard Wiesemann seine Grundidee.

Dazu hat die Essener Bauunternehmung Rainer Alt, ein bewährter Partner von Atlas Ward, als Generalunternehmer das frühere Bürogebäude völlig entkernt, innen komplett neu ausgebaut und auch Fassadenteile erneuert. Inzwischen konnte das GeKu-Haus bereits 35 Bewohner gewinnen; mittelfristig sollen es bis zu 100 werden.

Dieser Artikel ist in folgenden Fachzeitschriften erschienen:

  • Stahbau Nachrichten 2-2013
  • BauMagazin-Sonderausgabe Stahl-/Metallbau Nr.1 Juni 2013
  • Stahlreport 6/13
  • BauMagazin Juli 2013

Über Atlas Ward:

Die Atlas Ward GmbH mit Sitz in Hünxe-Drevenack hat sich auf die Konzeption und Produktion von Stahlhallen spezialisiert. Das Unternehmen sieht sich als innovativer Partner bei der Realisierung von Hallen für Produktion, Gewerbe, Handel und Sport. Jedes Projekt wird dabei individuell auf das Nutzungskonzept des Bauherren zugeschnitten. Um schlüsselfertige Bauvorhaben zu realisieren, setzt Atlas Ward auf die Kompetenzen einer Vielzahl von langjährig bewährten Partnerunternehmen aus dem regionalen Baugewerbe. Neben der gesamten Ingenieurleistung mit Tragwerksplanung, statischen Berechnungen, Zeichnungen und Montageplänen liefert das Unternehmen das komplette „Stahlhallenpaket“ inklusive Rahmenkonstruktionen aus Vollwandprofilen, Pfetten und Wandriegeln sowie Dach- und Wandsystemen auf die Baustelle. Auf Kundenwunsch wird die Halle von der Firmenschwester Atlas Bausysteme auch montiert. Atlas Ward hat sich vor allem durch einen optimierten Materialeinsatz im Stahlhallenbau einen Namen gemacht. Alle Bauteile des Rahmengerüsts werden gezielt auf den erforderlichen Materialbedarf hin individuell hergestellt. Hallen mit großen und stützenfreien Spannweiten von bis zu 100 Metern können so wirtschaftlich mit geschweißten Vollwandprofilen erstellt werden. Die Atlas Ward GmbH ist eines der Standbeine der Atlas Ward International Ltd. mit weiteren Niederlassungen etwa in China, Polen und der Ukraine.

 

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