Hallenkonzept schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe

Atlas Ward liefert Stahlhalle zur Montage von Teilen für Wasserkraftwerk / Nach Projekt Hallenabbau und -verkauf

 

Hünxe-Drevenack/ Kaunertal, 27.11.2014 – Moderner Stahlhallenbau kann durch ausgeklügelte und vorausschauende Planung, Fertigung und Umsetzung mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen – sowohl in Bezug auf Technik als auch auf Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit. Dies zeigt ein anspruchsvolles Projekt in Österreich: der Neubau eines Druckschachtes samt Wasserschloss für das Wasserkraftwerk im Tiroler Kaunertal. Dies erforderte unter anderem die Verbringung von gewaltigen Stahlrohren zur Panzerung des Schachts auf über 1.600 Meter Höhe. Von dort zieht sich der gut 1,4 Kilometer lange Tunnelschacht für den Druckabstieg durch den Berg hinunter ins Tal zum eigentlichen Kraftwerk in Prutz.

Aufgrund der schwierigen Bergstraßenverhältnisse sowie der großen Abmessungen und des hohen Gewichts der Rohre mussten vorfabrizierte kleinere Rohrteile erst per Lkw hinauftransportiert und oben zusammengebaut werden. Dazu wurde auf Höhe der Deponie Burgschrofen, fast 300 Meter entfernt vom Schachtzugang, eine Montagehalle errichtet. Die ANDRITZ HYDRO GmbH beauftragte dafür als Hallenlieferanten Atlas Ward, einen der weltweit führenden Stahlhallenhersteller, und als Generalunternehmer dessen langjährigen Partner, die österreichischen ATC Generalunternehmungen GmbH aus St. Pölten.

Der Auftrag wurde im Sommer 2012 erteilt, die Halle sollte vor dem ersten Schneefall stehen. Trotz dieser kurzen Bauzeit und anspruchsvoller Planungs- und Umsetzungsbedingungen dauerte es nicht einmal drei Monate, bis das Gebäude komplett errichtet war. Atlas Ward lieferte dafür das Stahlpaket sowie die Warmdachunterschale und eine 60 Millimeter starke Sandwichwand. Die Halle ist 55 Meter lang, 23 Meter breit und 12,6 Meter hoch, für die Konstruktion wurden jedoch fast 150 Tonnen Stahl verbaut. Der Grund: In die kompakte, freitragende Konstruktion ist ein 80-Tonnen-Kran integriert. Dieser bewegt die 4,3 Meter durchmessenden Rohrteile, die zu zwölf Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren „Rohrschüssen“ verschweißt wurden.

Mit dem Ende dieser Montageaktivitäten ist die Nutzung jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Stahlhalle wurde von Anfang an so konzipiert, dass sie sich wieder abbauen und abtransportieren lässt. Dies ist für das Frühjahr 2015 bereits geplant. Die Eigentümerin ANDRITZ HYDRO GmbH will die Halle dann weiterverkaufen – eine durchaus nachahmenswerte Idee, die nicht nur dieses Projekt wirtschaftlicher gestalten könnte.

Dieser Artikel ist in folgenden Fachzeitschriften erschienen:

  • Allgemeine Bauzeitung Nr. 49 - 05. Dezember 2014
  • BauMagazin Dezember 2014 - Januar 2015
  • BauStoff Partner Dezember 2014 - Januar 2015

Über Atlas Ward:

Die Atlas Ward GmbH mit Sitz in Hünxe-Drevenack hat sich auf die Konzeption und Produktion von Stahlhallen spezialisiert. Das Unternehmen sieht sich als innovativer Partner bei der Realisierung von Hallen für Produktion, Gewerbe, Handel und Sport. Jedes Projekt wird dabei individuell auf das Nutzungskonzept des Bauherren zugeschnitten. Um schlüsselfertige Bauvorhaben zu realisieren, setzt Atlas Ward auf die Kompetenzen einer Vielzahl von langjährig bewährten Partnerunternehmen aus dem regionalen Baugewerbe. Zur Erweiterung dieses Vertragspartnernetzes sucht der Stahlhallenspezialist europaweit weitere Partner für die Projektumsetzung. Neben der gesamten Ingenieurleistung mit Tragwerksplanung, statischen Berechnungen, Zeichnungen und Montageplänen liefert das Unternehmen das komplette „Stahlhallenpaket“ inklusive Rahmenkonstruktionen aus Vollwandprofilen, Pfetten und Wandriegeln sowie Dach- und Wandsystemen auf die Baustelle. Atlas Ward hat sich vor allem durch einen optimierten Materialeinsatz im Stahlhallenbau einen Namen gemacht. Alle Bauteile des Rahmengerüsts werden gezielt auf den erforderlichen Materialbedarf hin individuell hergestellt. Hallen mit großen und stützenfreien Spannweiten von bis zu 100 Metern können so wirtschaftlich mit geschweißten Vollwandprofilen erstellt werden. Die Atlas Ward GmbH ist eines der Standbeine der Atlas Ward International Ltd. mit weiteren Niederlassungen etwa in China, Polen und der Ukraine.

 

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